Fieber - Eine Schutzmaßnahme des Körpers

Wenn Krankheitserreger in den Körper gelangen und von den körpereigenen Abwehrzellen als Fremdkörper erkannt werden, startet das immunsystem mit der Bekämpfung.

Die Abwehrzellen (Makro- und Mikrophagen) beginnen sofort mit der Phagozytose - sie fressen die Krankheitserreger. Einen Teil des Krankheitserregers bewahren sie jedoch auf. Dieser dient als Vorlage zur Antikörperbildung.

Damit das ganze so schnell wie möglich von statten geht, die immunologische Lücke also so klein wie möglich ist, wird u.a. die Körpertemperatur erhöht. Das Immunsystem kann bei höheren Körpertemperaturen schneller arbeiten. Die Produktion von Leukozyten (Abwehrzellen) wird gefördert und generell alle Stoffwechselvorgänge beschleunigt. Für Krankheitserreger sind höhere Körpertemperaturen hingegen nicht gut. Sie vermehren sich dann langsamer.

Eine erhöhte Körpertemperatur und Fieber sollten daher nicht direkt mit allen Mitteln gesenkt werden. Die Abwehrkraft  des Körpers würde so geschwächt werden und die Krankheitserreger stärken.

 

Zum Schluss noch ein Überblick, wann von erhöhter Temperatur und wann von Fieber die Rede ist:

 

normale Körpertemp. 36,6-37,4°C

erhöhte Körpertemp.  ab 37,5°C

Fieber ab 38,1°C

hohes Fieber ab 39°C

sehr hohes Fieber ab 41°C

 

Bei einer Erkrankung sollte die Körpertemperatur in regelmäßigen Abständen gemessen und die Behandlung mit einem Arzt besprochen werden.

 

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